Nachtkerze: Öl

bei Schuppung,
Irritationen und
Trockenheit der Haut

Gewinnung des Öls aus den Samen ohne Pressung:

6 g Samen mit 20 ml Öl (wie Mandel-, Jojoba- oder Kokosöl; innerlich Olivenöl – nicht raffiniert) im Mixer zerkleinern und zeitgleich mischen oder die Samen zu Pulver mörsern und umgehend mit dem Öl vermengen; im Wasserbad erwärmen und bei 55 °C 2 Stunden ziehen lassen; durch einen sehr feinen Filter oder engmaschiges Sieb abseihen und in dunkle Fläschchen abfüllen; ca. 3–4 Monate haltbar (kühl und dunkel lagern)

Anwendung äußerlich als Hautöl:
  • nach dem Duschen: am besten in die noch feuchte Haut massieren; geringe Menge ausreichend, auch als Mischung (siehe oben oder 10 ml reines Nachtkerzenöl + 50–100 ml Pflanzenöl wie Mandel-, Jojoba- oder Kokosöl)
  • als Badezusatz: ca. 10 ml reines Nachtkerzenöl mit 10 ml Sahne mischen und ins 36–38 °C warme Badewasser geben; 15 Minuten baden
Anwendung innerlich:
  • 2 bis 4 g täglich Nachtkerzenöl einnehmen; entweder pur oder als Zugabe in Salaten, Dressings oder Verfeinern von Suppen

Bei innerlicher Anwendung höherer Dosierungen kann eine zusätzliche Einnahme von Vitamin E (= antioxidativ) sinnvoll sein.

Bei der Anwendung gegen Hautprobleme sind positive Veränderungen erst nach 4 bis 12 Wochen spürbar (Einfluss auf Haut entsprechend ihres Regenerationszyklusses).

Wie bei allen Pflanzen, welche auf den Körper einwirken, ist auch die gut verträgliche Nachtkerze mit Vernunft zu handhaben. Bei zeitgleicher Einnahme von Medikamenten kann es zu Wechselwirkungen kommen; insbesondere Epileptikern wird zur vorherigen Absprache mit ihrem Therapeuten geraten.